Sonntag, 12. Februar 2017

Bogdans Wort #5

Eine Kurzfassung seiner Predigt vom 6. Sonntag im Jahreskreis (Sir 15, 15-20):

"In der heutigen 1. Lesung (aus dem Buch Jesus Sirach) ist die Rede von den Geboten und Vorschriften Gottes. Sicher haben da viele von uns ein Problem: Man will nicht hinnehmen, dass uns jemand, nicht einmal Gott etwas verbietet oder befiehlt. Man will frei sein. Wieso also Gebote und Vorschriften? Ich persönlich meine, dass sie nicht ein steifes Gesetz sind, sondern eher wie eine Sammlung von guten Ratschlägen von Einem, der uns liebt. Es tut jedem von uns gut, wenn wir nachdenken, zu welcher Haltung, Lebensweise uns die Gebote bewegen wollen.



Vielleicht hilft es, wenn man die Gebote in moderne Worte fasst. Zum Beispiel statt "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren" sagen wir in Etwa: "Kümmere dich dein Leben lang um gute, liebevolle Beziehungen zu den Menschen. Lass deine Familie nie im Stich". Klingt schon besser, oder? Natürlich muss man bei dieser Umformulierung sehr vorsichtig sein, damit wir nicht etwas Wesentliches auslassen oder die Gebote - sagen wir - sehr bequem, harmlos, formulieren. Meine Idee ist nur ein Vorschlag, eine Gedankenanregung.

Durch seine Gebote warnt uns Gott, dass nicht immer die schnellste und bequemste Lösung die beste ist. Die Gebote Gottes haben in meinen Augen mehr mit den Warntafeln am Straßenrand zu tun, als mit einem Gesetzbuch. Aber was soll ich noch viel schreiben? Lesen Sie selbst, der Text ist einfach und verständlich." (siehe Link unten, Anm.)