Montag, 27. März 2017

Bogdans Wort #10

Eine Kurzfassung seiner Predigt vom 4. Fastensonntag:

In der ersten Lesung wird erzählt, wie Samuel den jungen David als zukünftigen König über Israel gesalbt hat. Die Salbung war eine uralte Geste, die eine Bestimmung, Erwählung betonte. Sie wurde Königen, Propheten und Hohepriestern gespendet.

Paolo Veronese: Die Salbung Davids, um 1555.
[CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Die Salbung Davids erinnert uns daran, dass sich in der Fastenzeit viele Menschen auf die Taufe in der Osternacht vorbereiten; sie sind in der letzten, wichtigen Phase. Bei dem Empfang dieses Sakramentes werden sie mit Chrisam-Öl gesalbt - so wie wir gesalbt wurden, als Babys vor vielen Jahren bei unserer Taufe. Dieses Ritual zeigt, dass Gott uns alle erwählt hat, damit wir seine Kinder sind, damit wir an ihn glauben, ihn lieben.

Jeder Mensch ist so wichtig wie ein König. Im Unterschied zur Erwählung eines solchen oder eines Propheten durch die Menschen bedeutet die Auszeichnung durch Gott keine Niederlage oder Zurücksetzung der Anderen. Gott liebt uns alle, sein "Herz ist groß genug" um das zu schaffen.