Dienstag, 7. März 2017

Bogdans Wort #8

Eine Kurzfassung seiner Predigt vom 1. Fastensonntag:

"So oft beten wir das 'Vater unser' und in diesem Gebet bitten wir: 'Und führe uns nicht in Versuchung'. Sie ist eine Situation, in der wir (oft sehr schnell) eine Entscheidung treffen müssen und gleichzeitig einen starken Drang zum Bösen, zu einer schlechten Entscheidung spüren. Versuchung kann sehr subtil sein, sogar in den Mantel des Guten verhüllt.

James Tissot: Jesus tempted in the Wilderness, um 1890.

So auch die erste Versuchung Jesu Christi aus dem heutigen Evangelium: Was ist schlimmes daran, aus den Steinen Brot zu schaffen? Das Schlimme daran ist der Egoismus. Christus hat nie seine göttliche Kraft für sich selbst eingesetzt, sondern immer für anderen Menschen. Er wollte nichts für sich selbst und alles uns schenken. Diesem Prinzip ist er immer treu geblieben.

Gott führt uns nie in Versuchung, er lässt es nur zu, damit wir Gelegenheit haben, unsere guten Fähigkeiten, unsere Tugenden zu stärken. Leider - im Unterschied zu Jesus - halten wir nicht immer Stand, wir tun etwas Böses. Oft aber überwinden wir die Versuchung und bestätigen dadurch, dass wir fähig sind unsere Freiheit, die Gott uns gegeben hat, richtig zu nützen. Um diese Freiheit des einzelnen Menschen geht es letztendlich. Wie Papst Benedikt XVI in seiner Enzyklika Spe salvi richtig schreibt: Die Gesetzgebung, Institutionen, politische Entscheidungen usw. geben nur einen Rahmen, eine Richtlinie, erleichtern die richtige Entscheidung, aber letztendlich ist der Mensch gefragt und seine Treue und Liebe."