Montag, 3. April 2017

Bogdans Wort #11

Eine Kurzfassung seiner Predigt vom 5. Fastensonntag:

Eine der vielen Besonderheiten des Johannesevangeliums ist die, dass dort nicht so viele Wunder Jesu erwähnt werden, wie in den übrigen drei Evangelien. Dafür sind sie sehr ausführlich beschrieben. So auch die heutige Erzählung über die Auferweckung des Lazarus von den Toten.


Eduard Gebhardt: Die Auferweckung des Lazarus, 1896.

Die Geschichte ist ein Augenzeugenbericht (das verraten uns beispielsweise etliche kleine und im Grunde genommen unwichtige Einzelheiten). Lazarus ist definitiv tot, er beginnt schon zu verwesen, aber wird von Jesus zurück ins Leben gerufen.

Dieses Wunder soll zuerst die Wahrheit Jesu Botschaft bestätigen, wie er selbst in seinem Gebet unmittelbar vor dem Ereignis sagt. Zweitens soll es die Jünger Jesu auf die bald kommende Passion vorbereiten, sie sollen an ihn nicht zweifeln, wenn die Stunde der Probe kommt. Drittens sagt uns das Wunder, dass Jesus uns allen das Leben schenkt, dass auch wir - wie er und Lazarus - von den Toten auferstehen werden, am jüngsten Tag.

Wie diese allgemeine Auferstehung von den Toten aussehen wird, können wir uns nicht vorstellen. Die Offenbarung des Johannes spricht darüber auch "nur" in gewaltigen und großartigen Bildern. Vorstellen können wir uns das nicht, aber glauben darauf dürfen wir.