Mittwoch, 26. April 2017

Bogdans Wort #13

Eine Kurzfassung seiner Predigt vom zweiten Sonntag in der Osterzeit:

Jesus kommt zu seinen Jüngern, die voll Angst und Trauer leben. Noch mehr, sie werden von Schuldgefühlen geplagt: sie haben in den Leidensstunden Jesu versagt - ihn verlassen, verleugnet, einer hat ihn ja verraten. 


Jesus kommt und macht keine Vorwürfe. Er grüßt sie insgesamt dreimal mit den Worten: "Friede sei mit euch". Ja, er bringt Frieden und Versöhnung, er bringt Barmherzigkeit. Diese Haltung empfiehlt er seiner - gerade entstehenden - Kirche.

Alle sind wir gesandt, barmherzig zu handeln, das heißt: wir sollen vergeben, Frieden stiften, uns immer wieder versöhnen. Obwohl eine besondere Aufgabe den Priestern zukommt, sie bekommen die Vollmacht im Namen Gottes, die Sünden zu vergeben. So sind alle Christen die Boten der Barmherzigkeit, indem sie sie selbst praktizieren und anderen dazu verhelfen, barmherzig zu handeln. 

Es fängt bei Kleinigkeiten an: ein großer Stein, der auf eine arbeitende Maschine fällt, lässt sie oft unbeschädigt. Er prallt ab und bleibt liegen. Aber eine Handvoll feinen Sand über die gleiche Maschine gestreut, bringt sie mit der Zeit zum Stillstand. So ist mit uns Menschen auch: Die alltäglichen Sticheleien, kleine nicht ausgeräumte Missverständnisse können unsere Beziehungen kaputtmachen. Wir sollen sie bald wegräumen, eben durch die barmherzige Haltung, durch die Sehnsucht nach und die Arbeit für den Frieden unter uns.