Dienstag, 23. Mai 2017

Bogdans Wort #15

Eine Kurzfassung seiner Predigt vom vierten Sonntag in der Osterzeit:

Die Lesung aus dem 1. Brief des Apostels Petrus ermuntert uns, dass wir immer bereit sein sollen, "jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt", die uns erfüllt (vgl. 1Petr 3,15b).

Über eigenen Glauben zu reden ist nicht immer einfach, oft fehlt uns die Fähigkeit, das, was uns so wichtig ist, in richtige Worte zu fassen. Deswegen ist es gut, dass es den Hl. Geist gibt! Jesus spricht von ihm im heutigen Fragment des Evangeliums, das der Rede während des letzten Abendmahls entnommen ist.

Die Taube des Heiligen Geistes in der Basilika St. Peter, Rom.
Foto: Dnalor 01 (Own work) [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Jesus verspricht uns einen Beistand, den wir empfangen werden. Ein Beistand ist ein Helfer, der nicht entmündigt, sondern hilft, eigene Fähigkeiten zum richtigen Zeitpunkt zu aktivieren - aus sich selbst das Maximale herauszuholen. Er wirkt eher wie ein Trainer als wie ein Helfer, der statt jemanden seine Aufgaben erledigt.

Genauso ist es mit dem Hl. Geist: er motiviert uns, gibt uns "gute Tipps", hilft, die richtigen Worte zu finden, die den Weg zum Herz des anderen Menschen finden.

Ich möchte uns auf eine Besonderheit aufmerksam machen: nirgends in der Bibel steht, dass wir den Geist bekommen werden. Immer heißt es "empfangen". Ja, er ist eine hohe Persönlichkeit, die wir empfangen, die mit uns unseren Lebensweg geht. Aber wir können über sie nicht verfügen.