Montag, 17. Juli 2017

Jungscharlager 2017: Setzt die Segel, Piraten, Joho!..

...hieß es am 1 Juli, als sich unser Schiff auf Gleisen (heute würde man dazu vielleicht „Zug“ sagen) langsam vom Bahnsteig auf den Weg machte. In Graz wechselten wir dann auf ein Privatboot, das uns sicher zu unserer „St. Lorenzen“ brachte.

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Nach der Ankunft machten wir uns zunächst einmal mit unserem Schiff vertraut: Die Kajüten wurden bezogen, die Decks erkundet. Die Mannschaft, bestehend aus 23 Kindern, 7 Gruppenleitern und 2 Köchen, lernte sich kennen, und die unterschiedlichen Aufgaben für die Mannschaft (Deck schrubben, Kombüsendienst sowie Messe räumen) wurden erklärt. Danach machten wir mit der Besatzung Bekanntschaft: Wir lernten den etwas tollpatschigen Küchenjungen Leopold, die selbstbewusste, aber impulsive Kapitänin Quendolin und ihre überaus laute Papageiin Polly, den begeisterten Piraten Harry, die eitle Cassiopeia mit göttlichen Fähigkeiten und den ordnungsliebenden Admiral James kennen. Gerüchte über eine blinde Passagierin, die auf den Namen Elizabeth hört, sollten sich sehr bald als wahr herausstellen. Obwohl sie sich sehr gut verstecken konnte, war es für die Kinder ein leichtes, sie zu finden.

Nachdem wir am nächsten Tag herausgefunden hatten, was denn ein Admiral auf einem Piratenschiff macht, und Pfarrer Bogdan zu uns gestoßen war, wurde unser Pirat Harry schwer krank. Nachdem wir uns in der Dunkelheit auf die Suche nach den Zutaten für eine Medizin gemacht hatten, konnten wir ihn doch noch von seiner Krankheit heilen.

Am Montag feierten wir mit Pfarrer Bodgan die Messe. Im Anschluss halfen wir Cassiopeia ihre geliebte Zauberkugel von bösen Piraten zurückzuholen, und am Abend gab es auf einer Insel ein Lagerfeuer, wo zunächst gespeist und dann bis zum Sonnenuntergang die schönsten Lieder gesungen wurden.


Am nächsten Tag wachten wir mit einem Schreck auf: Papageiin Polly war verschwunden, und Kapitänin Quendolin untröstlich. So reisten die Kinder in ihren Gruppen von Insel zu Insel und versuchten dort, etwas über den Aufenthaltsort von Polly herauszufinden.Als wir Polly schließlich trafen, stellte sich heraus, dass sie sich so alleine fühlte und zu Ihren Verwandten auf die Papageieninsel wollte. Nachdem sie dort einige Zeit mit ihren Artgenossen verbracht hatte, konnten die Kinder sie doch noch überzeugen, wieder zur „St. Lorenzen“ zurückzukehren, wo sie dem Admiral, der aufgrund einer Allergie eine Angst vor Papageien entwickelt hatte, wieder den einen oder anderen Schrecken einjagen durfte.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen von Schätzen: Am Vormittag fanden wir mithilfe kryptischer Aussagen Cassiopeias den Weg zur Schatzkiste, während die CJU den Schlüssel für diese suchte. Leider verfielen nach der Öffnung der Schatzkiste einige Crewmitglieder dem Goldfieber und machten sich selbstständig auf den Weg zur Edelsteininsel, wo wir sie von ihrer Sucht nach Wertvollem heilen mussten. Als wir dies geschafft hatten, stand einem großartigem Besuch des berühmten Casinos von Tortuga nichts mehr im Wege!


Am nächsten Tag begaben wir uns auf Kaperfahrt. Leider gerieten wir in einen schlimmen Sturm, mehrmals hieß es „Mann über Bord“. Als der Sturm endlich abflaute, versuchten wir unser Schiff zu retten, aber leider vergebens: Schweren Herzens stiegen wir in unser Rettungsboot, mit dem wir es noch zur nächsten Insel schafften. Zum Glück hatten wir am Abend bereits ein neues Schiff, mit dem wir dann an ein anderes Schiff anlegen und heimlich Rumfässer, Goldbarren und andere wertvolle Dinge plündern konnten.

Am Freitag wandelten wir auf den Spuren von William Shakesit und seiner Crew, die uns die ganze Woche bereits bei den Gute-Nacht-Geschichten begleiteten. Jede Gruppe spielte einen Teil der Geschichte, die dann als Film ebenso wie eine Modenschau und künstlerische Darbietungen der Kinder am traditionellen bunten Abend vorgestellt wurde.

Dann war bereits der letzte Tag angebrochen. Gemeinsam schrubbten wir das Deck, bis es glänzte, und stiegen wieder in unser Privatboot, wo es ein letztes mal hieß:

Setzt die Segel, Piraten..JOHO!
Ein Beitrag von Bernhard Wogowitsch.