Mittwoch, 19. September 2018

Eine selbstbewusste und charismatische Frau


Hildegard empfängt eine
göttliche Inspiration und
zeichnet sie auf  Wachstafeln.
(aus dem "Rupertsberger Codex")
Mit dem Namen Hildegard von Bingen verbindet man bevorzugt Kräuter-Naturheilkunde und die unübersehbare Fülle und Verfälschungen von sogenannten Naturprodukten verdecken die eigentliche Bedeutung dieser außergewöhnlichen Nonne. 

Als sie am 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg starb, war sie berühmt, nicht nur als Klostergründerin und Äbtissin, sondern auch als Dichterin, Seherin, Komponistin und Gelehrte. Als Heilige und Kirchenlehrerin ist sie die große Mystikerin des Mittelalters; ebenso bekannt sind ihre umfangreiche Korrespondenz mit Kirchenvätern, weite Reisen als Seelsorgerin und ihre öffentliche Predigertätigkeit.
Für die damalige Zeit eine aufsehenerregende „Karriere“.

Dank ihres Wissens über Pflanzen und deren Heilkraft verfasste sie einige Schriften mit genauen Anweisungen für die Anwendungsmöglichkeiten, aber immer war der Glaube Voraussetzung für die Gesundung.

Es wäre zu wünschen, dass alle Käufer von „Hildegard-von-Bingen“-Produkten sich auch mit dieser Persönlichkeit befassen würden, die weit wichtigeres zu bieten hat als Salben, Elixiere, Holzprodukte, Maroni- und Dachsfell-Produkte (!).

(Quelle: Wikipedia)

Ein Beitrag von Helga Högl