Sonntag, 12. Mai 2019

Die kalte Sophie

Russische Ikone:
Hl. Sophia mit den 3 Kindern
„Spes", „Fides" und „Caritas"
Am 15. Mai hat die letzte der „Eisheiligen“ ihren Auftritt. Diverse Bauernregeln – die meistens stimmen – warnen die Gärtner: „Sophie man die Kalte nennt, weil sie gern kalt´ Wetter bringt“, „Oft hat Sophie Frost gebracht und manch Pflanze tot gemacht“ und „Die kalt´ Sophie, die bringt zum Schluss ganz gern noch einen Regenguss“.

Dargestellt wird sie als Mutter mit drei Kindern, eine Palme und ein Buch tragend. Wie ihr Name sagt, ist sie zur Personifikation des Begriffs der Weisheit geworden. Sie erlitt als junge Frau in Rom den Martertod um 304.

Seit frühester Christenheit wird sie verehrt und z.B. die Kirche „Hagia Sophia“ in Istanbul ist der hl. Weisheit geweiht.

Trotz der mit ihr verbundenen düsteren Voraussagen, gilt sie als Patronin gegen Spätfröste und sorgt für das Wachsen der Feldfrüchte.


Ein Beitrag von Helga Högl