Schulprojekt in Pakistan
Im Rahmen der Caritas-Arbeit in unserer Pfarre wird auch ein Schulprojekt in Pakistan unterstützt. Näheres finden Sie in den folgenden Artikeln.
Beitrag
2002
Beitrag 2003
Beitrag 2004
Beitrag 2005
Beitrag
2006
Beitrag 2007
Beitrag 2008
Beitrag 2009 und 2010
Beitrag 2011
Beitrag 2012
Am Wochende 21/22.April 2012 haben wir wieder für Spenden für
bedürftige und mittellose Schüler an katholischen Schulen in Pakisan, darunter
die Fatima-Schule Islamabad, gesammelt. Bei der 10-Uhr Sontagsmesse sang
ein Chor aus Ihlava/Iglau
im Rahmen der Aktion "Musica Sacra- Musik über die Grenzen".Dr.Gerhard
Schröckenfuchs und Dr.Friedrich Posch erläuterten das Projekt.Bis zum Ende
desSchuljahres 200/11 konnten im Rahmen des SCP-Programmes mit einer
Spendensumme von € 46.320 1.411 Schzulbeihilfen an Kinder und Jugendliche
aus ärmsten Familien vergeben und famit Schulbildung und weitere berufliche
Ausbildung ermöglicht werden.Im Berichtsjahr wurden durch das Programm an 8
Schulen 211 Stipendien vergeben werden.Im Anschluss an die Hilfe für die
Flutkatstrophe am Indus wurde von Pater Samson ein Vorschul-Versuch für 50
Kinder gestartet, der aus unseren SCP-Spendengeldern unterstützt wird.
Das Ergebnis unserer Sammlung war heuer € 539,78
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Anläßlich der
Sammlung für das Schulprojekt "Scholarships for Children in Pakistan" wies
Dr.Friedrich Posch auf die wachsende Verfogung von Christen in Pakistan durch
fanatische Elemente hin.Er berichte über die Ermordung des Gouverneurs des
Punjab und des Ministers für religiöse Minderheiten in Pakistan, Shabaz Bhatti.
Beide Funktionäre hatten sich für die Abschaffung des skandalösen
Blasphemie-Gesetzes ausgesprochen.Dieses Gesetz öffnet dem Mißbrauch Tür und
tor,dem immer wieder einzelne Christen zum Opfer fallen. Um so wichtiger ist
es,ein Zeichen zu setzen,daß wir die Ausbildung der Kinder an den christlichen
Schulen unterstützen.Die Sammlung am 19./20.März 2011 ergab € 634,20
Aus dem aktuellen Jahresbericht des Programms
"Scholarships for Children in
Pakistan"(SCP):
Durch die Zusammenarbeit mit Herrn
Botschafter i.R.Dr. Friedrich Posch, konnten wir seit 2008 mit vereinten Kräften
unsere Hilfe zur Selbsthilfe verstärken, um die Lebens-Chancen der Ärmsten zu
verbesser. Bis zum Ende des Schuljahres 2009/10 konnten wir im Rahmen unseres
SCP-Programmes, mit einer Spendensumme von USD 55.396 und mit 1.200
Scholarships Kindern und Jugendlichen aus den ärmsten Familien, Schulbildung
und berufliche Ausbildung ermöglichen.Als Begründer und Förderer dieses
Schulbildungs-Programmes in Österreich, bemühen sich SCP-Initiator Dr.Gerhard
Schröckenfuchs und Botschafter i.R. Dr.Friedrich Posch, gemeinsam um Spenden für
die Schulbildung von Kindern in Pakistan, zu werben. Die Betreuung
des SCP–Programmes in
Pakistan erfolgt durch den Orden der „Presentation Sisters“ die in den meisten
Schulen der Diözese, die Schulleitung und das Lehrpersonal stellen. Dadurch ist
ein unmittelbarer Einsatz unseres Schulbildungs- Programmes für die Schüler und
Studenten gegeben. Die Vergabe der Schulbeihilfe für die einzelnen Schüler
erfolgt nach SCP- Richtlinien, auf Vorschlag der Schulleitungen und wird
gesammelt beantragt. Entsprechend der vorhandenen Spendensumme erfolgt die
Zuteilung und Banküberweisung, die umgehend bestätigt wird.
Sammlungen
in den Jahren 2009 und 2010
Auch in den
Jahren
2009 und 2010 wurde im Rahmen der Aktion "Bildung für Kinder in
Pakistan" (SCP) weitergesammelt.Bei der
Sammlung im Jahr 2009 wurden € 862,70 erzielt, bei der Sammlung im Jahr
2010 € 432,60.Im Berichtszeitraum 2008/2009 konnten 182 Kinder mit
Stipendien gefördert werden!
Durch geeignete
Strukturen kann weiterhin garantiert werden, dass die gesammelten Gelder zur Gänze zu den Schulen gelangen und
damit begabten und förderungswürdigen Kindern eine solide Ausbildung in
katholischen Schulen in der Diözese Islamabad-Rawalpindi ermöglicht
wird..
Seit 10 Jahren ist das Hilfswerk Scholarship for Children in Pakistan(SCP), begründet vom ehemaligen Direktor des Büros der OMV in Islamabad,Dr.G.Schröckenfuchs, um Spenden bemüht, um eine schulische Ausbildung von Kindern aus ärmsten Familien in Pakistan zu ermöglichen. Konkret werden Schulbildung und berufliche Ausbildung in Form einer Begabtenförderung unterstützt. Damit werden Kinder und Jugendliche befähigt, Hilfe und Ausbildung im bestehenden Sozialnetz der Familien, weiter zu geben. Kinder, die keine Chance der Schulbildung bekommen, werden zur Kinderarbeit herangezogen und sind später von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen. Botschafter i.R. Dr.F.Posch, der in den Jahren 1994-1997 Österreichischer Botschafter in Pakistan war, hat sich durch Sammlungen in einzelnen Pfarrgemeinden in Wien und Umgebung, beginnend mit der Pfarre Oberbaumgarten, seit etwa 9 Jahren unabhängig von SCP ebenfalls um Unterstützung pakistanischer Schulen bemüht, wobei die von ihm angeregten Sammlungen bisher ausschließlich der Kathoon-e-Fatima-Schule in Islamabad zugute kamen.
Mit Jahresende 2007 ist Dr.Posch mit SCP übereingekommen, gemeinsam um Spenden für die Schulbildung von Kindern in ganz Pakistan, die ohne Unterstützung keine Chance einer fundierten Ausbildung haben, zu werben. Durch diese Bündelung der Kräfte(der sich auch die Pfarre Vösendorf angeschlossen hat) hoffen wir unsere Hilfe zur Selbsthilfe zu verstärken, um die Not zu lindern und die Lebens-Chancen der Ärmsten zu verbessern
.
Aus dem aktuellen Jahresbericht von SCP, verfaßt von Dr.Schröckenfuchs:
In
den Jahren, die ich mit meiner Familie Pakistan verbrachte, haben wir in vielen
Teilen des Landes das karge Leben und die Not der Bevölkerung kennen gelernt.
Dies bewog uns 1997 ein Hilfswerk für Kinder zu gründen, die aus Armut keine Möglichkeit
der Schulbildung haben und ihr Leben ohne Berufschancen in Arbeitslosigkeit
zubringen müssten.
Mit einer Spendensumme von 3.500 EUR oder 4.360 USD, das entspricht 269.430,- Pak. Rs., konnten insgesamt 116 Kinder und Studenten, an sechs verschiedenen Schulen unterstützt werden; zusammengefasst, wurden 30 Kinder der Grundschulen, 77 Kinder in Haupt-und Mittelschulen sowie 8 Studenten des Sargodha Institute of Technology und 1 Student der National University of Science and Technology in Rawalpindi, gefördert.
Seit der Gründung des Hilfswerkes im Jahr 1997, konnten wir 691 Stipendien (Scholarships) an Kinder und Jugendliche vergeben und ihnen damit den Schulbesuch ermögliche
Mit
50 EURO wird einem Kind der Schulbesuch für ein Jahr ermöglicht.
Soweit das nunmehr gemeinsame Programm. Am 19.und 20.April 2008 wurde in unserer Pfarre für dieses Programm,das auch die Fatima-Schule in Islamabad mitumfaßt,gesammelt.Das Ergebnis betrug € 829,70. Herzlichen Dank allen Spendern!
Schulbus
an Fatima-Schule übergeben!
Folgendes E-Mail erreichte uns vor kurzem - und groß ist auch unsere Freude!
Please note that the camera date on the photo is not correct. The correct date is 11th July when it was handed over to the Sisters with complete papers and documents.
Übersetzung:
Sehr geehrter Herr Kumpfmüller! [Direktor von MIVA]
Sehr geehrter Herr Posch!
Wir
möchten Sie namens Bischof Lobo informieren,daß der Bus hier am 3.Juli
eingelangt ist und nach Registrierung und Bezahlung der Steuern heute an
die Schwestern von Jesus und Maria für die Fatima-Schule Islamabad
übergeben worden ist. Schwester Bernadette, die Direktorin, ist sehr
glücklich!
Bischof Lobo dankt Ihnen sehr für dieses Fahrzeug, das große Hilfe
zur Förderung der Bildung darstellen wird. Bitte danken Sieallen Wohltätern namens der
Kinder, die am Schultransport teilehmen.
Mit den besten Grüßen
Stella John
Sekretärin
Bischöfl.Ordinariat,Islamabad-Rawalpindi
Übergabe des neuen
Schulbusses an die Fatima-Schulre am 11.Jul 2007:
2007:
Beschaffung eines Schul-Autobusses
Schwester Bernadette stellte den Bedarf nach einem neuen Schulbus für die Fatima-Schulen den Vordergrund. Es gelang,die Unterstützung der MIVA(Stadl-Paura) zu gewinnen,die sich bereit erklärte,€ 25.000,00 für einen neuen Bus bereitzustellen,unter der Voraussetzung,daß ein Teil der Mittel "von uns selbst" aufgebracht werden könne.Die an dem Projekt beteiligten Pfarren Oberbaumgarten und Vösendorf sowie diverse Schulen und Seniorenrunden haben inzwischen mehr als 20% dieser Summe gesammelt.Vor kurzem hat die MIVA nunmehr das Geld an Bischof Lobo zum Ankauf eines neuen,in Pakistan gefertigten HINO-Schulbusses überwiesen.Ein großer Dank allen Spendern unserer Pfarre!

Im Rahmen des Jesus-Westivals in der Steinhof.Kirche am 29.April 2007 wird ein Foto des neuen Schulbusses präsentiert
Beunruhigende
Nachrichten aus Islamabad vom März 2006
Aus einem Brief einer in Pakistan wohnenden Österreicherin:
sehr geehrter herr posch,
ich komme gerade von meinem besuch in der fatimaschule zurueck.
schwester bernadette laesst sich ganz herzlich entschuldigen, dass sie ihnen
nicht schon frueher die fotos geschickt hat. sie sagte mir, dass sie dies noch
heute per post erledigen wird, immerhin sind sie und ihre pfarrgemeinde ihr
einziger grosser sponsor.

ich denke, dass sie sich keine sorge machen muessen, dass die schule das geld
nicht benoetigt.
denn die schule ist in einem sehr desolaten zustand.
die kinder sitzen auf harten und wackeligen holzschemmeln und von den kleinen
tischchen loest sich die funier. an den mauern befinden sich ueberall
wasserflecken.
auch das erdbeben hat garstige spuren hinterlassen. risse in den mauern und zum
teil auch lebensgefaehrlich in den tuerstoecken.
sr. bernadette hat sich bereits einen kostenvoranschlag fuer die reparatur geben
lassen. sie wird ihnen davon die kopie mit den fotos schicken. weiters ist der
schulbus bereits sehr alt und benoetigt teure ersatzteile, sodass eine fahrt mit
ihm bereits ein riskofaktor ist.
sr. bernadette hat sich auch hier erkundigt, was ein neuer bus mit aehnlicher
kapazitaet kosten wuerde. angeblich hat sie darueber auch mit herrn martin von
der oesterreichischen botschaft gesprochen....
zu guter letzt berichtete sie mir, dass sie dieses monat den lehrerInnen kein
gehalt auszahlen konnte, da es zu wenig einnahmen gab. die die lehrerInnen
erhalten 4.000 bis 11.000 rupies pro monat. (57 bis 157 euros) es gibt ca. 25
lehrerInnen.
zur zeit gibt es fast 700 schueler und schuelerinnen. die school fees betragen
260 bis 350 rupees (ca. 5 euros) pro monat, im vergleich dazu bezahlen die
eltern im benachbarten convent 2500 rupees (ca. 357 euros) pro monat bezahlen.
es gibt zu wenig klassen, daher werden auch der biologie- und chemieraum
okkupiert.
sr. bernadette zeigte mir auch, was sie in den letzten zeit verbessern konnte.
sie ließ einige pulte und sesseln neu polieren. fuer die lehrerinnen gibt es
eine neue teekueche und die sanitaerenanlagen wurden renoviert...
so das war mein erster eindruck.. von sr. bernadette werden sie ja bald post
bekommen,
ihre
christine bruckbauer
Sammlung für die Fatima-Schule Jänner 2005
Sammlung für die Fatima-Schule in Pakistan am 17. und 18.01.2004
Friedrich Posch

Pakistan-Projekt: Brief von Christian Wohlmuther, dem Geschäftsträger der österr. Botschaft in Islamabad, vom 6. Juni 2003
Sehr
geehrte Pfarrgemeindemitglieder!
Im Namen
der Schulleiterin der Fatima-Schule in Islamabad, Sr. Rita, möchte ich Ihnen
vorerst recht herzlich für Ihre tatkräftige Unterstützung danken.
Die
Schule hat es sich zum Ziel gemacht, Kindern aus sozial schwachen Familien eine
möglichst gute Ausbildung zukommen zu lassen um ihnen später eine Chance auf
einen Arbeitsplatz zu geben.
Leider müssen
wir feststellen, dass die Armut in Pakistan laufend zunimmt. Allein von 1999 bis
2001 kam es hier lt. Angaben der pakistanischen Regierung zu einem Anstieg um
alarmierende 4 % in den ländlichen Gebieten und 2 % in den Städten. Von den
derzeit 149 Millionen Einwohnern Pakistans leben ca. 36 % dauernd unter der
Armutsgrenze. Grund für diese Entwicklung ist eine zunehmende Arbeitslosigkeit
in den Städten und eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
für die in der Landwirtschaft beschäftigten Personen. Mehr als die Hälfte der
pakistanischen Bevölkerung kann weder lesen noch schreiben.
Leider
sind selbst hier in der Hauptstadt zunehmend Kinder zu sehen, die an Straßenkreuzungen
und vor Geschäften um kleine Geldbeträge betteln oder auf Müllsammelplätzen
nach Verwertbarem suchen, um mit den mageren Einkünften von ein paar Euro im
Monat ihre Familien zu unterstützen.
Viele
Angehörige der christlichen Minderheit Pakistans haben unter den
wirtschaftlichen Problemen des Landes besonders stark zu leiden.
Für
Arbeitslose ist es kaum möglich, eine neue Beschäftigung zu finden.
Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Pension gibt es für die allermeisten
Pakistanis nicht.
Sr. Rita
teilte mir heute mit, dass derzeit 575 Kinder, zum Großteil aus katholischen
Familien, die Schule besuchen. Für viele Eltern ist es schlicht und einfach
nicht mehr möglich, das monatliche Schulgeld zu bezahlen, oder für Bücher und
Schuluniformen aufzukommen. (Die monatlichen Schulkosten belaufen sich derzeit
vom Kindergarten bis zur 5. Klasse auf monatlich umgerechnet Euro 5,--, von der
6. bis zur 7. Klasse auf monatlich Euro 5,61 und von der 8. bis zur 10. Klasse
auf monatlich Euro 6,37).
Um
diesen Kindern auch weiterhin den Besuch der Schule zu ermöglichen, werden 78
Kindern die Gebühren ganz oder teilweise erlassen. Sr. Rita beabsichtigt eine
weitere Senkung des Schulgeldes für das kommende Schuljahr. Die dadurch
entstehenden Mindereinnahmen auf der einen Seite muss sie durch drastische
Sparmaßnahmen auf der anderen Seite ausgleichen.
Leider
wurde der Schule von ihren vorgesetzten Stellen auch aufgetragen, Personal zu
reduzieren. Eine Bürokraft und ein Nachtwächter, die im Monat zwischen
3.000,-- und 4.000,-- Rupien monatlich verdient haben, (Euro 45,52 bis Euro
60,70) mussten entlassen werden.
Sr. Rita
berichtete, dass es in der Folge zu Einbrüchen in das Schulhaus gekommen ist.
Mehrere Lehrerzimmer wurden aufgebrochen und daraus Geld entwendet, ferner wurde
aus der Schulbibliothek ein großer Teil der vorhandenen Bücher gestohlen.
Die
Schule verfügt über keine Einrichtungen, um den Kindern ein Mittagessen zu
geben. Einmal im Jahr werden an jedes Schulkind gespendete Nahrungsmittel
ausgeteilt. So bekam heuer jedes Kind 2 Kilo Milchpulver, 5 Kilo Kochfett und
eine geringe Menge Linsen, für die betroffenen Familien eine große Hilfe zur
Entlastung ihres zumeist ohnehin mehr als geringen Haushaltsgeldes.
Nach
ihrem derzeit größten Problem befragt, sagte sie mir, dass der seit nunmehr über
12 Jahren in Betrieb stehende Schulbus, mit dem die Kinder von den vielfach 25
Kilometer entfernten Wohngegenden in der Früh zur Schule und am Nachmittag nach
Hause gebracht werden, bereits so große technische Mängel aufweist, dass
beinahe wöchentlich Reparaturen durchgeführt werden müssen. Da man über sehr
wenig Geld verfüge, beschränken sich diese Reparaturen aber jedes Mal nur
darauf, das Fahrzeug eben irgendwie wieder flott zu bekommen.
Sie
hoffe, dass es in der Zukunft irgendwann möglich sein werde, hier Abhilfe zu
schaffen.
Um Ihnen
zu zeigen, dass den Lehrern und Kindern der Fatima Schule trotz all der täglich
neuen Probleme und Schwierigkeiten der Humor und die Fröhlichkeit nicht
abhanden gekommen sind, möchte ich Ihnen beiliegend einige Fotos aus dem
Schulalltag übermitteln.
Mit herzlichen Grüßen
Christian
Wohlmuther m.p.
Geschäftsträger a.i.
PAKISTAN:
die helfende Hand aus Österreich (Sommer 2002)
Weihnachten 2001 in Islamabad: sechshundert Kinder bestaunen einen vom österreichischen Botschafter gespendeten Christbaum, sie führen ein Weihnachtsspiel auf, singen und lauschen den Gitarrenklängen - jedes Kind bekommt eine kleine, vom Botschaftspersonal in freiwilligen Überstunden sorgfältig verpackte Gabe überreicht.
Die Direktorin der katholischen Schule Kathoon-e-Fatima, Schwester Rita freut sich mit Recht: das Sammelergebnis von 3 Wiener Pfarren und der Pfarre Vösendorf war maßgeblich dafür, dass die Schule im Jahr 2001 ihren Betrieb nicht einschränken mußte. Dabei ist der Bedarf nach Schulplätzen gewaltig, ganz besonders unter den Bewohnern der Slums inmitten der Viertel der Reichen; die Bewohner dieser einfachen Hütten sind vielfach Christen, und das bedeutet Zurücksetzung und Diskriminierung in einem offiziell islamischen Land. Diese meist kinderreichen Familien können zumeist selbst das bescheidene Schulgeld nicht aufbringen, das die Schule einheben muss und sind auf Freiplätze angewiesen. Für diese Freiplätze kann jetzt die Hilfe aus Österreich verwendet werden.
Begonnen hat es
1997, als der ehemalige Vertreter Österreichs in Pakistan, Dr. Friedrich
Posch, bei seinem Abschied beschloss, das von Kollegen angebotene
Ehrengeschenk einem karitativen Zweck zuzuführen und nach seiner Rückkehr,
unterstützt vom Caritasausschuß, an die Pfarrgemeinde Oberbaumgarten um
weitere finanzielle Hilfe appellierte. Die Appelle wurden in den Jahren 1999,
2000 und im Vorjahr wiederholt,und siehe da - auch die Nachbarpfarren
Baumgarten, Hütteldorf, die Pfarre Vösendorf und die
Religionslehrerinnen an zwei Wiener Schulen schlossen sich der Sammlung
an. Aus dem Erlös der Sammlung um die Jahreswende 2000/2001 - etwa. ATS
70.000 - konnte 70 Kindern der Schulbesuch ermöglicht werden und etwa 15 % des
Finanzbedarfes für den Schulbetrieb gedeckt werden.
Heuer
(d.h. von November 2001 bis Ostern 2002) wurden fast 85.000 Schilling
gesammelt. Das Schöne an der Aktion: jeder Schilling und jeder Groschen,
jeder Euro und jeder Cent gehen abzugsfrei an die Schule. Heute wollen wir allen
jenen, die sich an der Aktion mit ihrer Spende beteiligt haben, ein
herzliches DANKE sagen.
Wichtig
ist, dass die Aktion keine Eintagsfliege bleibt und die Empfänger auf die
Unterstützung aus Österreich zählen können. Auch im heurigen Herbst wird
daher wieder ein Sammelappell erfolgen.
Seite zuletzt aktualisiert am 23.04.2012