Schulprojekt in Pakistan

 

Im Rahmen der Caritas-Arbeit in unserer Pfarre wird auch ein Schulprojekt in Pakistan  unterstützt. Näheres finden Sie in den folgenden Artikeln.

Beitrag 2002
Beitrag 2003
Beitrag 2004
Beitrag 2005
Beitrag 2006
Beitrag 2007
Beitrag 2008
Beitrag 2009 und 2010
Beitrag 2011

Beitrag 2012

Sammlung 2012

Am Wochende 21/22.April 2012 haben wir wieder für Spenden für  bedürftige und mittellose Schüler an katholischen Schulen in Pakisan, darunter die Fatima-Schule Islamabad, gesammelt. Bei der 10-Uhr Sontagsmesse sang  ein Chor aus Ihlava/Iglau
im Rahmen der Aktion "Musica Sacra- Musik über die Grenzen".Dr.Gerhard Schröckenfuchs und Dr.Friedrich Posch erläuterten das Projekt.Bis zum Ende desSchuljahres 200/11 konnten im Rahmen des SCP-Programmes mit einer Spendensumme von € 46.320  1.411 Schzulbeihilfen an Kinder und Jugendliche aus ärmsten Familien vergeben und famit Schulbildung und weitere berufliche Ausbildung ermöglicht werden.Im Berichtsjahr wurden durch das Programm an 8 Schulen 211 Stipendien vergeben werden.Im Anschluss an die Hilfe für die Flutkatstrophe am Indus wurde von Pater Samson ein Vorschul-Versuch für 50 Kinder gestartet, der aus unseren SCP-Spendengeldern unterstützt wird.

Das Ergebnis unserer Sammlung war heuer € 539,78

    


 

Sammlung 2011 

Anläßlich  der Sammlung für das Schulprojekt  "Scholarships for Children in Pakistan" wies Dr.Friedrich Posch auf die wachsende Verfogung von Christen in Pakistan durch fanatische Elemente hin.Er berichte über die Ermordung des Gouverneurs  des Punjab und des Ministers für religiöse Minderheiten in Pakistan, Shabaz Bhatti. Beide Funktionäre hatten sich für die Abschaffung des skandalösen  Blasphemie-Gesetzes ausgesprochen.Dieses Gesetz öffnet dem Mißbrauch Tür und tor,dem immer wieder einzelne Christen zum Opfer fallen. Um so wichtiger ist es,ein Zeichen zu setzen,daß wir die Ausbildung der Kinder an den christlichen Schulen unterstützen.Die Sammlung am 19./20.März 2011  ergab  € 634,20
 

Aus dem aktuellen Jahresbericht des Programms "Scholarships for Children in Pakistan"(SCP):
Durch die Zusammenarbeit mit Herrn Botschafter i.R.Dr. Friedrich Posch, konnten wir seit 2008 mit vereinten Kräften unsere Hilfe zur Selbsthilfe verstärken, um die Lebens-Chancen der Ärmsten zu verbesser. Bis zum Ende des Schuljahres 2009/10 konnten wir im Rahmen unseres SCP-Programmes, mit einer Spendensumme von USD 55.396 und mit 1.200 Scholarships Kindern und Jugendlichen aus den ärmsten Familien, Schulbildung und berufliche Ausbildung ermöglichen.Als Begründer und Förderer dieses Schulbildungs-Programmes in Österreich, bemühen sich SCP-Initiator Dr.Gerhard Schröckenfuchs und Botschafter i.R. Dr.Friedrich Posch, gemeinsam um Spenden für die Schulbildung von Kindern in Pakistan, zu werben. Die Betreuung des SCP–Programmes in Pakistan erfolgt durch den Orden der „Presentation Sisters“ die in den meisten Schulen der Diözese, die Schulleitung und das Lehrpersonal stellen. Dadurch ist ein unmittelbarer Einsatz unseres Schulbildungs- Programmes für die Schüler und Studenten gegeben. Die Vergabe der Schulbeihilfe für die einzelnen Schüler erfolgt nach SCP- Richtlinien, auf Vorschlag der Schulleitungen und wird gesammelt beantragt. Entsprechend der vorhandenen Spendensumme erfolgt die Zuteilung und Banküberweisung, die umgehend bestätigt wird.

                                                 

 

Sammlungen in den Jahren 2009 und 2010

Auch in den Jahren 2009 und 2010 wurde im Rahmen der Aktion "Bildung für Kinder in Pakistan"  (SCP) weitergesammelt.Bei der Sammlung  im Jahr 2009 wurden € 862,70 erzielt, bei der Sammlung im Jahr 2010 € 432,60.Im Berichtszeitraum 2008/2009  konnten 182 Kinder mit Stipendien gefördert werden!
Durch geeignete Strukturen kann weiterhin garantiert  werden, dass die  gesammelten Gelder zur Gänze zu den Schulen gelangen und damit begabten und förderungswürdigen Kindern eine solide Ausbildung  in katholischen Schulen in der Diözese Islamabad-Rawalpindi  ermöglicht wird..   

Zusammenarbeit mit Aktion "SCP" (Scholarship for Children of Pakistan = Bildung für Kinder in Pakistan) !

Seit 10 Jahren ist das Hilfswerk Scholarship for Children in Pakistan(SCP), begründet vom ehemaligen Direktor des Büros der OMV in Islamabad,Dr.G.Schröckenfuchs,  um Spenden bemüht, um eine schulische Ausbildung von Kindern aus ärmsten Familien in Pakistan zu ermöglichen. Konkret werden Schulbildung und berufliche Ausbildung in Form einer Begabtenförderung unterstützt. Damit werden Kinder und Jugendliche befähigt, Hilfe und Ausbildung im bestehenden Sozialnetz der Familien, weiter zu geben. Kinder, die keine Chance der Schulbildung bekommen, werden zur Kinderarbeit herangezogen und sind später von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen.  Botschafter  i.R. Dr.F.Posch, der in den Jahren 1994-1997 Österreichischer Botschafter in Pakistan war, hat sich durch Sammlungen in einzelnen  Pfarrgemeinden in Wien und Umgebung, beginnend mit der Pfarre Oberbaumgarten,  seit  etwa 9 Jahren  unabhängig von SCP ebenfalls um Unterstützung pakistanischer Schulen bemüht, wobei die von ihm angeregten Sammlungen  bisher ausschließlich  der Kathoon-e-Fatima-Schule in Islamabad  zugute kamen.

Mit Jahresende 2007 ist  Dr.Posch  mit SCP  übereingekommen, gemeinsam  um Spenden für die Schulbildung von Kindern in  ganz Pakistan, die ohne Unterstützung keine Chance einer fundierten Ausbildung haben, zu werben. Durch diese Bündelung der Kräfte(der sich auch die Pfarre Vösendorf angeschlossen hat)  hoffen wir unsere Hilfe zur Selbsthilfe zu verstärken, um die Not zu lindern und  die Lebens-Chancen der Ärmsten zu verbessern

. SCP-Initiator G. Schröckenfuchs: „Wir können den Kindern durch Schulbildung eine Chance und damit Zukunft geben; Schulbildung bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe. Den Ärmsten zu helfen, tut auch der eigenen Seele gut."

Aus dem aktuellen Jahresbericht von SCP, verfaßt von Dr.Schröckenfuchs:

In den Jahren, die ich mit meiner Familie Pakistan verbrachte, haben wir in vielen Teilen des Landes das karge Leben und die Not der Bevölkerung kennen gelernt. Dies bewog uns 1997 ein Hilfswerk für Kinder zu gründen, die aus Armut keine Möglichkeit der Schulbildung haben und ihr Leben ohne Berufschancen in Arbeitslosigkeit zubringen müssten. Bis zum Ende des Schuljahres 2006/07 konnten wir für unser Scholarship-Programm, eine Spendensumme von USD 31.390 aufbringen. Damit wurde in Form einer Begabten-Förderung von Kindern und Jugendlichen aus ärmsten Familien, deren Schulbildung und berufliche Ausbildung, in Summe mit 691 Stipendien (Scholarship), unterstützt. Der Schulbesuch ist gesetzlich vorgesehen aber mit relativ hohen Kosten verbunden und es bleibt den Familien überlassen, ob sie sich den Schulbesuch ihrer Kinder leisten und die Kosten aufbringen können; so z.B. Aufnahmegebühr, Schulgeld, Schulkleidung, Bücher und Schulbehelfe, Transportkosten, Verpflegung. Viele Familien mit geringstem Einkommen (2USD/Tag) eines Tagelöhners und einer durchschnittlichen Zahl von 6 Kindern, können sich die Ausgaben für den Schulbesuch ihrer Kinder nicht leisten. Einige Kinder sind elternlos und als Waisenkinder in ihrer schulischen Entwicklung ganz auf unsere Hilfe angewiesen. Mit 50 Euro pro Kind und 150 Euro pro Student, können die Schul- bzw. Studiengebühren für ein Jahr gedeckt werden. Über unsere Verwaltungsstelle in Pakistan (Diocesan Scholarship Committee) werden die Schul- und Studiengebühren  an die Schuldirektionen bezahlt.

Mit einer Spendensumme von 3.500 EUR oder 4.360 USD, das entspricht 269.430,- Pak. Rs.,  konnten insgesamt 116 Kinder und Studenten, an sechs verschiedenen Schulen unterstützt werden; zusammengefasst, wurden 30 Kinder der Grundschulen, 77 Kinder in Haupt-und Mittelschulen sowie 8 Studenten des Sargodha Institute of Technology und 1 Student der National University of Science and Technology  in Rawalpindi, gefördert. 

Seit der Gründung des Hilfswerkes im Jahr 1997, konnten wir 691 Stipendien (Scholarships) an Kinder und Jugendliche vergeben und ihnen damit den Schulbesuch ermögliche

Mit 50 EURO wird einem Kind der Schulbesuch für ein Jahr ermöglicht. Im laufenden Schuljahr 2007/08 können wir mit den eingegangenen Spenden, unser Scholarship Programm im bisherigen Umfang weiterführen. Zusätzlich werden uns immer wieder Kinder vorgeschlagen, die aufgrund ihres Lerneifers und ihrer Begabung unsere Förderung verdienen würden, für die aber unsere Mittel nicht reichen. Da entsprechend den Richtlinien von SCP, begabte Kinder gefördert werden, werden diese von der Schulleitung (Principal) dem Betreuer von SCP, Mr.Ajmal Hadayat, vorgeschlagen. Die Kinder stammen aus den  ärmsten Familien oder sind Waisenkinder. Daher ist die fortgesetzte Förderung für diese Kinder von immenser Bedeutung. Nur dadurch haben sie die Möglichkeit ihre Schulbildung und berufliche Ausbildung fortzusetzen und abzuschließen.

Soweit das nunmehr gemeinsame Programm. Am 19.und  20.April 2008 wurde  in unserer Pfarre  für dieses Programm,das auch die Fatima-Schule in Islamabad mitumfaßt,gesammelt.Das Ergebnis betrug € 829,70. Herzlichen Dank allen Spendern!

 

 



Schulbus an Fatima-Schule übergeben!

 

Folgendes E-Mail erreichte uns vor kurzem - und groß ist auch unsere Freude!

Dear Mr. Kumpfmuller,
Dear Mr. Friedrich Posch,
 
We want to inform you on behalf of Bishop Anthony Lobo that the bus had arrived here on 3rd July and after Registration and payment of taxes has been handed over today to the Sisters of Jesus and Mary for Fatima School Islamabad. Sisters Bernadette, Principal is very happy!
Bishop Lobo thanks you very much for this vehicle which will be a great help to promote education.
Please thank all the benefactors on behalf of the children who will benefit for school transport.
With best regards,
Stella John
Secretary
Bishop's House Islamabad-Rawalpindi

Please note that the camera date on the photo is not correct. The correct date is 11th July when it was handed over to the Sisters with complete papers and documents.

Übersetzung:

Sehr geehrter Herr Kumpfmüller! [Direktor von MIVA]
Sehr geehrter   Herr Posch!

Wir möchten Sie namens Bischof Lobo informieren,daß der Bus hier am 3.Juli eingelangt ist und nach Registrierung und Bezahlung der Steuern heute an die Schwestern von Jesus und Maria für die Fatima-Schule Islamabad übergeben worden ist. Schwester Bernadette, die Direktorin, ist sehr glücklich!
Bischof Lobo dankt Ihnen sehr für dieses Fahrzeug, das  große Hilfe zur Förderung der Bildung darstellen wird. Bitte danken Sieallen Wohltätern namens der Kinder, die am  Schultransport teilehmen.
Mit den besten Grüßen
Stella John
Sekretärin
Bischöfl.Ordinariat,Islamabad-Rawalpindi

Übergabe des neuen Schulbusses an die Fatima-Schulre am 11.Jul 2007:

 

 

 

 2007: Beschaffung eines Schul-Autobusses

Schwester Bernadette stellte den Bedarf nach einem neuen Schulbus für die Fatima-Schulen den Vordergrund. Es gelang,die Unterstützung der MIVA(Stadl-Paura) zu gewinnen,die sich bereit erklärte,€ 25.000,00 für einen  neuen Bus bereitzustellen,unter der Voraussetzung,daß ein Teil der Mittel "von uns selbst" aufgebracht werden könne.Die an dem Projekt beteiligten Pfarren Oberbaumgarten und Vösendorf  sowie diverse Schulen und Seniorenrunden haben inzwischen  mehr als 20% dieser Summe gesammelt.Vor kurzem hat die MIVA nunmehr  das Geld an Bischof Lobo zum Ankauf eines neuen,in Pakistan gefertigten HINO-Schulbusses überwiesen.Ein großer Dank allen Spendern unserer Pfarre!

Im Rahmen des Jesus-Westivals in der Steinhof.Kirche am 29.April 2007 wird ein Foto des neuen Schulbusses präsentiert

Beunruhigende Nachrichten aus Islamabad vom März 2006

Aus einem Brief einer in Pakistan wohnenden Österreicherin:
sehr geehrter herr posch,
ich komme gerade von meinem besuch in der fatimaschule zurueck.
schwester bernadette laesst sich ganz herzlich entschuldigen, dass sie ihnen nicht schon frueher die fotos geschickt hat. sie sagte mir, dass sie dies noch heute per post erledigen wird, immerhin sind sie und ihre pfarrgemeinde ihr einziger grosser sponsor.
 


ich denke, dass sie sich keine sorge machen muessen, dass die schule das geld nicht benoetigt.
denn die schule ist in einem sehr desolaten zustand.
die kinder sitzen auf harten und wackeligen holzschemmeln und von den kleinen tischchen loest sich die funier. an den mauern befinden sich ueberall wasserflecken.
auch das erdbeben hat garstige spuren hinterlassen. risse in den mauern und zum teil auch lebensgefaehrlich in den tuerstoecken.
sr. bernadette hat sich bereits einen kostenvoranschlag fuer die reparatur geben lassen. sie wird ihnen davon die kopie mit den fotos schicken. weiters ist der schulbus bereits sehr alt und benoetigt teure ersatzteile, sodass eine fahrt mit ihm bereits ein riskofaktor ist.
sr. bernadette hat sich auch hier erkundigt, was ein neuer bus mit aehnlicher kapazitaet kosten wuerde. angeblich hat sie darueber auch mit herrn martin von der oesterreichischen botschaft gesprochen....
zu guter letzt berichtete sie mir, dass sie dieses monat den lehrerInnen kein gehalt auszahlen konnte, da es zu wenig einnahmen gab. die die lehrerInnen erhalten 4.000 bis 11.000 rupies pro monat. (57 bis 157 euros) es gibt ca. 25 lehrerInnen.
zur zeit gibt es fast 700 schueler und schuelerinnen. die school fees betragen 260 bis 350 rupees  (ca. 5 euros) pro monat, im vergleich dazu bezahlen die eltern im benachbarten convent 2500 rupees (ca. 357 euros) pro monat bezahlen.
es gibt zu wenig klassen, daher werden auch der biologie- und chemieraum okkupiert.
sr. bernadette zeigte mir auch, was sie in den letzten zeit verbessern konnte. sie ließ einige pulte und sesseln neu polieren. fuer die lehrerinnen gibt es eine neue teekueche und die sanitaerenanlagen wurden renoviert...
so das war mein erster eindruck.. von sr. bernadette werden sie ja bald post bekommen,
ihre
christine bruckbauer

 

Sammlung für die Fatima-Schule Jänner 2005

Am 15./16.Jänner 2005 wurde wieder für die Fatima-Schule in Islamabad  und gleichzeitig für die Heimat-Pfarrgemeinde von Kaplan Ignatius  gesammelt.Das Ergebnis kann sich sehen klassen: Trotz vermuteter Spendenmüdigkeit angesichts der Tsunami-Katastrophe und der vorhergehenden Caritas-Sammlung kamen € 1002,30 zusammen! Die Hälfte davon wurde nach Pakistan überwiesen.
Herzlichen Dank allen Spendern!
Friedrich Posch
 

Sammlung für die Fatima-Schule in Pakistan am 17. und 18.01.2004

Das Ergebnis der PAKISTAN-SAMMLUNG 2004 waren € 568,15,die umgehend an die Schule weitergeleitet werden. Kein Cent geht unterwegs verloren! Den großherzigen Spendern wird herzlichst gedankt!
 
Anläßlich der Pakistan-Sammlung wurden nach  der Vorabendmesse,die der Erstkommunionsvorbereitung gewidmet war, nach einer Einführung in das Schulprojekt einige Fotos gemacht, die im Hintergrund das Info-Plakat zeigen.
Diese Fotos, die ich an die Schulkinder in Pakistan weiterleiten werde, sollen auch Ihnen nicht vorenthalten werden.

Friedrich Posch

 

 

Pakistan-Projekt: Brief von Christian Wohlmuther, dem Geschäftsträger der österr. Botschaft in Islamabad, vom 6. Juni 2003

Sehr geehrte Pfarrgemeindemitglieder!

Im Namen der Schulleiterin der Fatima-Schule in Islamabad, Sr. Rita, möchte ich Ihnen vorerst recht herzlich für Ihre tatkräftige Unterstützung danken.

Die Schule hat es sich zum Ziel gemacht, Kindern aus sozial schwachen Familien eine möglichst gute Ausbildung zukommen zu lassen um ihnen später eine Chance auf einen Arbeitsplatz zu geben.

Leider müssen wir feststellen, dass die Armut in Pakistan laufend zunimmt. Allein von 1999 bis 2001 kam es hier lt. Angaben der pakistanischen Regierung zu einem Anstieg um alarmierende 4 % in den ländlichen Gebieten und 2 % in den Städten. Von den derzeit 149 Millionen Einwohnern Pakistans leben ca. 36 % dauernd unter der Armutsgrenze. Grund für diese Entwicklung ist eine zunehmende Arbeitslosigkeit in den Städten und eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die in der Landwirtschaft beschäftigten Personen. Mehr als die Hälfte der pakistanischen Bevölkerung kann weder lesen noch schreiben.

Leider sind selbst hier in der Hauptstadt zunehmend Kinder zu sehen, die an Straßenkreuzungen und vor Geschäften um kleine Geldbeträge betteln oder auf Müllsammelplätzen nach Verwertbarem suchen, um mit den mageren Einkünften von ein paar Euro im Monat ihre Familien zu unterstützen.

Viele Angehörige der christlichen Minderheit Pakistans haben unter den wirtschaftlichen Problemen des Landes besonders stark zu leiden.

Für Arbeitslose ist es kaum möglich, eine neue Beschäftigung zu finden. Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Pension gibt es für die allermeisten Pakistanis nicht.

Sr. Rita teilte mir heute mit, dass derzeit 575 Kinder, zum Großteil aus katholischen Familien, die Schule besuchen. Für viele Eltern ist es schlicht und einfach nicht mehr möglich, das monatliche Schulgeld zu bezahlen, oder für Bücher und Schuluniformen aufzukommen. (Die monatlichen Schulkosten belaufen sich derzeit vom Kindergarten bis zur 5. Klasse auf monatlich umgerechnet Euro 5,--, von der 6. bis zur 7. Klasse auf monatlich Euro 5,61 und von der 8. bis zur 10. Klasse auf monatlich Euro 6,37).

Um diesen Kindern auch weiterhin den Besuch der Schule zu ermöglichen, werden 78 Kindern die Gebühren ganz oder teilweise erlassen. Sr. Rita beabsichtigt eine weitere Senkung des Schulgeldes für das kommende Schuljahr. Die dadurch entstehenden Mindereinnahmen auf der einen Seite muss sie durch drastische Sparmaßnahmen auf der anderen Seite ausgleichen.                

Leider wurde der Schule von ihren vorgesetzten Stellen auch aufgetragen, Personal zu reduzieren. Eine Bürokraft und ein Nachtwächter, die im Monat zwischen 3.000,-- und 4.000,-- Rupien monatlich verdient haben, (Euro 45,52 bis Euro 60,70) mussten entlassen werden.

Sr. Rita berichtete, dass es in der Folge zu Einbrüchen in das Schulhaus gekommen ist. Mehrere Lehrerzimmer wurden aufgebrochen und daraus Geld entwendet, ferner wurde aus der Schulbibliothek ein großer Teil der vorhandenen Bücher gestohlen.

Die Schule verfügt über keine Einrichtungen, um den Kindern ein Mittagessen zu geben. Einmal im Jahr werden an jedes Schulkind gespendete Nahrungsmittel ausgeteilt. So bekam heuer jedes Kind 2 Kilo Milchpulver, 5 Kilo Kochfett und eine geringe Menge Linsen, für die betroffenen Familien eine große Hilfe zur Entlastung ihres zumeist ohnehin mehr als geringen Haushaltsgeldes.

Nach ihrem derzeit größten Problem befragt, sagte sie mir, dass der seit nunmehr über 12 Jahren in Betrieb stehende Schulbus, mit dem die Kinder von den vielfach 25 Kilometer entfernten Wohngegenden in der Früh zur Schule und am Nachmittag nach Hause gebracht werden, bereits so große technische Mängel aufweist, dass beinahe wöchentlich Reparaturen durchgeführt werden müssen. Da man über sehr wenig Geld verfüge, beschränken sich diese Reparaturen aber jedes Mal nur darauf, das Fahrzeug eben irgendwie wieder flott zu bekommen.

Sie hoffe, dass es in der Zukunft irgendwann möglich sein werde, hier Abhilfe zu schaffen.

Um Ihnen zu zeigen, dass den Lehrern und Kindern der Fatima Schule trotz all der täglich neuen Probleme und Schwierigkeiten der Humor und die Fröhlichkeit nicht abhanden gekommen sind, möchte ich Ihnen beiliegend einige Fotos aus dem Schulalltag übermitteln.

Mit herzlichen Grüßen

Christian Wohlmuther m.p.
Geschäftsträger a.i.

 

PAKISTAN:  die helfende Hand aus Österreich (Sommer 2002)

Weihnachten  2001 in Islamabad: sechshundert Kinder bestaunen einen vom österreichischen Botschafter gespendeten Christbaum, sie führen ein Weihnachtsspiel auf, singen und lauschen  den Gitarrenklängen - jedes Kind bekommt eine  kleine, vom Botschaftspersonal in freiwilligen Überstunden sorgfältig verpackte Gabe überreicht.

Die Direktorin der katholischen Schule Kathoon-e-Fatima, Schwester Rita  freut sich mit Recht: das Sammelergebnis von 3 Wiener Pfarren und der Pfarre Vösendorf war maßgeblich dafür, dass die Schule im Jahr 2001 ihren Betrieb nicht einschränken mußte. Dabei ist der Bedarf nach Schulplätzen gewaltig, ganz besonders unter den Bewohnern der Slums inmitten der Viertel der Reichen; die Bewohner dieser  einfachen Hütten sind vielfach Christen, und das bedeutet Zurücksetzung und Diskriminierung in einem offiziell islamischen Land. Diese meist kinderreichen Familien können zumeist selbst das bescheidene Schulgeld nicht aufbringen, das die Schule  einheben muss und sind auf Freiplätze angewiesen. Für diese Freiplätze kann jetzt die Hilfe aus Österreich verwendet werden.

Begonnen hat  es 1997, als  der ehemalige Vertreter Österreichs in Pakistan, Dr. Friedrich Posch, bei seinem Abschied beschloss, das von Kollegen  angebotene Ehrengeschenk einem karitativen Zweck zuzuführen  und nach seiner Rückkehr, unterstützt vom  Caritasausschuß, an die Pfarrgemeinde Oberbaumgarten um weitere finanzielle Hilfe appellierte. Die Appelle wurden in den Jahren 1999, 2000 und im Vorjahr wiederholt,und siehe da - auch die Nachbarpfarren Baumgarten, Hütteldorf, die Pfarre Vösendorf  und die Religionslehrerinnen an zwei Wiener  Schulen schlossen sich der Sammlung an. Aus dem Erlös der  Sammlung um die Jahreswende 2000/2001 - etwa. ATS 70.000 - konnte 70 Kindern der Schulbesuch ermöglicht werden und etwa 15 % des Finanzbedarfes für den Schulbetrieb gedeckt werden.

Heuer (d.h.  von November 2001 bis Ostern 2002) wurden fast 85.000 Schilling gesammelt. Das Schöne an der Aktion: jeder  Schilling und jeder Groschen, jeder Euro und jeder Cent gehen abzugsfrei an die Schule. Heute wollen wir allen jenen, die sich an der Aktion  mit ihrer Spende beteiligt haben, ein herzliches DANKE sagen.

Wichtig ist, dass die Aktion keine Eintagsfliege bleibt und  die Empfänger auf die Unterstützung aus Österreich zählen können. Auch im heurigen Herbst wird daher wieder ein Sammelappell erfolgen.   

 

Seite zuletzt aktualisiert am 23.04.2012

Pfarrblatt