Pfarre Neu

„Geht hinaus in alle Welt, macht alle Menschen zu meinen Jüngern.“ (vgl. Mt 28, 19)

Die Erzdiözese Wien steht mit ihren 1,2 Millionen Mitgliedern in der Stadt Wien und im Osten Niederösterreichs mitten in einem Veränderungsprozess. Ziel ist es, mehr Menschen für Christus zu begeistern. Daher wird der inhaltliche Fokus auf Jüngerschaft und Mission gelegt, sowie auf eine neue Struktur der Pfarren und Dienststellen.

Im Jahr 2015 erschien ein Hirtenbrief von Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, in dem er uns ermutigt, in den nun geschaffenen Entwicklungsräumen Mission zu betreiben. Natürlich sollen wir aber auch weiterpflegen, was wir tagtäglich in unseren Pfarren tun: Zeugnis, Liturgie, Feier der Eucharistie und der anderen Sakramente, Sorge um die Armen und um die Schöpfung.

Die Pfarren Baumgarten und Oberbaumgarten bilden gemeinsam den Entwicklungsraum „Stadtdekanat 14 Mitte“. Hier sehen Sie das gemeinsame Gebiet.

Die Schritte, um die er uns bittet, sollen Schritte auf einem gemeinsamen Weg des Lernens sein, wie in der Welt von heute die Verkündigung der Frohen Botschaft neu werden kann.

  1. Ausrichtung: Richten wir unser ganzes Tun an der missionarischen Dimension der Kirche aus!
  2. Bibel teilen: Teilt das Wort Gottes regelmäßig in euren Teams, Gruppen und Treffen und handelt gemeinschaftlich danach.
  3. Glaubenskurs: Nehmt als Engagierte aus den Pfarren bzw. Gemeinden an einem Glaubenskurs im Entwicklungsraum teil.
  4. Wachstum: Wagt gemeinsam Neues und setzt Schritte, um als Gemeinde in die Breite und in die Tiefe zu wachsen.
  5. Kirchliche Orte: Versammelt euch einmal mit den anderen kirchlichen Orten im Entwicklungsraum.
  6. Zusammenarbeit: Schafft durch Zusammenarbeit Freiraum für Neues.
  7. Pfarre Neu: Macht Schritte auf dem Weg zu Pfarre Neu.
Information der Erzdiözese Wien: DIÖZESANER ENTWICKLUNGSPROZESS APG2.1

Wie geht es bei uns weiter

Im Frühjahr 2018 hatten die beiden Pfarren Oberbaumgarten und Baumgarten einen Brief von Bischofsvikar Dariusz Schutzki erhalten mit der Bitte um Stellungnahme zum Thema „Pfarre Neu“.
Beide Pfarrgemeinderäte sind dieser Bitte nachgekommen, haben zugesagt, dass sie bereit sind, mit dem Projekt „Pfarre Neu“ offiziell zu starten, haben aber betont, dass sie diesen Schritt mit Bedacht und überlegt gehen wollen.

Natürlich sind bei diesem Prozess einige Fragen offen, die gemeinsam geklärt werden wollten. Anfang Mai 2018 trafen sich daher die Pfarrgemeinderäte beider Pfarren und einige Interessierte zu einer Informationsveranstaltung. Die Gäste waren Bischofsvikar Schutzki und Stefan Lobnig von der Erzdiözese Wien. Durch den Abend geführt haben die beiden Stellvertretenden PGR-Vorsitzenden Georg Pliwa und Peter Haubenberger.

Der Entwicklungs- und Vorbereitungsprozess, bis Baumgarten und Oberbaumgarten eine gemeinsame Pfarre bilden, sollte bis Anfang Juli 2019 abgeschlossen sein. Ab dann gibt es eine "Pfarre Neu" unter einem neuen Namen, mit Oberbaumgarten - "Zu den Hl. vier Evangelisten" und Baumgarten - "St. Anna" als Teilgemeinden.

Diese Veranstaltung gewährte einen Einblick in die drei Eckpunkte dieses Prozesses:
  1. Mehrwert
    • Ausmaß der Änderungen hängt u.a. von Pfarrgemeinderat/Vermögensverwaltungsrat ab.
    • Personal: Ergänzungen (z.B. 2 Pfarrsekretärinnen könnten sich die Arbeit aufteilen).
    • Verwaltung: Reduktion (nur mehr einen Pfarrgemeinderat/Vermögensverwaltungsrat), Vereinfachung z.B. bei Verträgen, günstiger, solidarischer (Unterstützung der anderen Teilgemeinde, z.B. finanzielle Aushilfe).
    • Pastoral: Flexibilität (Was eine Gemeinde alleine nicht schafft, gelingt der Pfarre gemeinsam), Qualität durch gut genützte Synergien, Offenheit für Neues, profilierteres Erscheinungsbild neue „Spielräume" werden eröffnet.
  2. Was bleibt oder ändert sich?
    • Bestehen bleiben: Kirchen mit ihren Hl. Messen, Budget für jede Gemeinde.
    • Ändern wird sich: Rechtsperson (nur mehr eine), gemeinsame Buchhaltung, neuer Name der gemeinsamen Pfarre, heutige Pfarren sind dann Teilgemeinden mit Gemeindeausschüssen.
  3. Entwicklung
    • Pastoral
    • Verwaltung
    • Vermögensübertragung

Auftrag zur "Pfarre Neu" im Juli 2018

Die Pfarrgemeinderäte der Pfarren Baumgarten und Oberbaumgarten haben sich bereits im März dieses Jahres bereit erklärt, die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer gemeinsamen Pfarre mit Teilgemeinden zu gehen. Am 1. Juli 2018 kam nun der offizielle Auftrag des Bischofsvikars Dariusz Schutzki an den Pfarrgemeinderat und Vermögenverwaltungsrat der Pfarren Baumgarten und Oberbaumgarten.

Ziel des Projekts ist es, dass mit dem 1. Juli 2019, also in genau einem Jahr, auf dem Gebiet der Pfarren Baumgarten und Oberbaumgarten eine gemeinsame Pfarre mit Teilgemeinden entsteht.

Im September wird in beiden Pfarrgemeinderäten über den Projektauftrag abgestimmt. Einen Monat später wird eine gemeinsame Pfarrgemeinderatsklausur abgehalten, in der die Pastoral für die Pfarre Neu auf Basis von Jüngerschaft und Mission entwickelt werden soll. Diese soll durch effektiven und effizienten Einsatz der verfügbaren personellen, materiellen und geistlichen Ressourcen im Sinne der Pfarrziele dauerhaft sichergestellt werden.

Riesenschritte in Richtung Pfarre Neu

Bereits im Frühjahr haben die Pfarrgemeinderäte der beiden Partnerpfarren Baumgarten und Oberbaumgarten einstimmig ihren Willen kundgetan, weitere Schritte in Richtung „Pfarre Neu“ zu gehen. Im Juni kam der offizielle Auftrag des Bischofsvikars Dariusz Schutzki, bis 1. Juli 2019 im Rahmen eines Projekts eine gemeinsame neue Pfarre mit zwei Teilgemeinden zu bilden. Der Auftrag wurde am 13. September von beiden Pfarrgemeinderäten mit großer Mehrheit angenommen. Nach der Abstimmung wurde der Projektauftrag vom Herrn Pfarrer und den stellvertretenden Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte und Vermögensverwaltungsräte feierlich unterzeichnet.