Senioren 

"LigAgil"

(Ingrid Loub)

 

LigAgil – Senioren Aktiv.  Wie in vielen Pfarren gibt es auch bei uns einen regelmäßigen Treffpunkt für Senioren – seit Oktober 1992 unter der Leitung von Mag. Ingrid Loub (e-mail-Link: ingrid.loub@chello.at).Die Seniorenjausen haben sich – nach langer, reiflicher Überlegung – einen neuen Namen geschaffen, der nicht vom Alter der Gäste bestimmt wird, sondern von ihrer geistigen Einstellung geprägt ist: LigAgGIL bedeutet Gott Ist Liebe.Verbindet man die Umkehrung der Buchstaben, also LIG, mit GIL durch ein A, so entsteht LIGAGILeine „Liga“, also eine Gemeinschaft, die agil ist und in jeder Hinsicht auf Gottes Liebe baut.

Ein Mal im Monat gibt es am Samstag um 16h eine Jause mit Kaffee, Tee, Brötchen und selbst gebackenen Kuchen. Danach folgt dann ein kurzer Vortrag – aus den verschiedensten Lebensbereichen wie Kultur, Gesellschaft, Medien oder Religion – oder auch eine musikalische Darbietung (Streichquartette im Mozart- und im Haydn-Jahr). Für Abwechslung sorgen auch Reise- und Missions-Berichte aus aller Welt (Polen, Mexiko, Indien, Pakistan, Afrika, Kanada, …), die auch jenen Senioren, die nicht mehr so oft durch die Welt reisen können, ein buntes und interessantes Bild rund um den Globus vermitteln. Natürlich dürfen auch medizinische Informationen nicht fehlen. Hoch ist die Beteiligung auch bei historischen oder zeitgeschichtlichen Diskussionen. Vor Ostern oder im Advent verbringen wir dann gerne eine besinnliche Zeit mit gemeinsamem Singen und lassen alte Bräuche wieder aufleben.

Neben unseren Seniorenjausen kommen wir auch gerne einmal aus Wien hinaus: Wir unternehmen gemeinsam Tagesreisen (früher unter fachkundiger Leitung des leider viel zu früh am Weihnachtsabend 2010 verstorbenen HR DDr. Gottfried Mraz). So haben wir etwa Szopron, Pressburg, Mariazell und Neuberg an der Mürz besucht.

Alle sind jederzeit herzlich willkommen, die sich von unserem Programm angesprochen fühlen. Wir freuen uns immer über jeden, der kommt. Für Fragen stehe ich gerne unter ingrid.loub@chello.at zur Verfügung!

 

 

Programmvorschau 2011/12:

Sonntag, 22.Oktober 2011: Fahrt nach Carnuntum (mit Wallfahrtsandacht in Maria Ellend)

Samstag,5.November 2011 Anni Semmler spricht über das Thema "Bewahrung der Schöpfung"

Samstag, 3.Dezember 2011: Besinnlicher Adventnachmitag mit Pfarrer Dr. Bogdan Pelc

Samstag, 7.Jänner 2012:  Gemeinsames Singen von Weihnachtsliedern (Elisabeth Stummer begleitet auf der Gitarre)

Samstag, 11.Feber 2012: Faschingsprogramm mit Kathi und Hannes Grün

Samstag, 10.März 2012: Vorösterliche Betrachtungen mit Pfarrer Dr. Bogdan Pelc

Samstag, 28.4.2012 (Programm noch in Vorbereitung)

Samstag, 19.5.2012 (Programm noch in Vorbereitung)

Samstag, 9.6.2012: Wiener-Lieder-Nachmttag mit Kathi und Hannes Grün

 

Nachstehend ein kleiner Bilderbogen von unseren früheren Aktivitäten:


 

 

          Einen Bild-Bericht über den schönen und interessanten Ausflug finden Sie  hier

 

 Weitere  Bilder von der Seniorenarbeit:

Vortrag über J.S.Bachs Matthäuspassion                                                                                                                  Oma-Nachmittag

                                                                

 

 


Lesen Sie auch den Bericht von Mag.Ingrid Loub:
 

In unserer Pfarre „Zu den 4 hl. Evangelisten“ am Baumgartner Spitz gibt es schon sehr lange, fast seit die Pfarre besteht, Seniorenrunden, die seit 19 Jahren nun in meiner Hand sind.

Einmal im Monat treffen wir uns an einem Samstag zu einer gemütlichen JAUSE mit Kaffee, Tee, Brötchen und selbst gebackenen Kuchen. Dann folgt meist ein kurzer VORTRAG aus den verschiedensten Lebensbereichen wie Gesundheit, Kultur, Gesellschaft, Medien oder Religion – oder ein musikalisches Programm zum Zuhören oder auch zum selber Singen.

Und seit einigen Jahren machen wir jährlich einen Tagesausflug, oft in Verbindung mit einer Wallfahrt: z.B. nach Mariazell, Pressburg, Szopron, Carnuntum.

In den Gedenkjahren von Mozart (2006), Haydn(2009), Pleyel(2008) und Schubert (1997) haben wir in unserer Pfarre Flöten- und Streichquartette gespielt und sogar zu einem selbst gestalteten und vorgetragenen Konzert, („Schubertiade“) im Baumgartner Casino eingeladen.

Für Abwechslung sorgen auch Reise- und Missionsberichte aus aller Welt: Mexiko, Indien, Burma, Pakistan, Canada, Paraguay und Afrika – wo Mitglieder unserer Pfarre mit Sr.Rosa Kainz 1982 ein eigenes Missionsprojekt mit aufgebaut haben, das wir immer noch durch Patenschaften u.a. (Bazar, Film, …) unterstützen und fördIch bin sehr stolz darauf, dass fast alle Berichte von unseren eigenen Pfarrmitgliedern gestaltet wurden: in Mexiko und Indien waren zwei Jugendliche als Volontaire, aus Burma war ein Kaplan bei uns, von Pakistan berichtet Dr.Posch - inzwischen regelmäßig. Er war fünf Jahre als Botschafter in Islamabad und unterstützt nun, nach seiner Pensionierung, die einzige katholische Schule dort mit Spenden und persönlichem Kontakt. Aus Canada und Paraguay hat mein Sohn Wolfgang einen abenteuerlichen Dia-Vortrag mitgebracht und Vickerl Füger, ein Sänger aus meinem Kirchenchor, hat fast bis zu seinem Tod immer wieder sehr lebendig von den Reisen mit seiner Frau durch ganz Europa und Asien erzählt.

Mit medizinischen Fragen und Antworten hat uns Dr. Wächter, unser früherer Organist, aus seiner reichen Erfahrung als Arzt oft ganz konkret beraten. Für Vorträge über Politik, die EU und das Christentum, über Tendenzen in der heutigen Gesellschaft, über Geschichte, Erziehung und die globale Entwicklung und Kommunikation, über historische Ereignisse, Plätze und Denkmäler – nicht nur in unserem Bezirk - konnten wir kompetente Pfarrmitglieder gewinnen.

Sogar eine Einführung in die Welt des Internets, der „neuen Medien“ und des Computers, die mein Sohn Gerhard vorgetragen hat, weckte großes, aktives (!) Interesse.

Ein weiterer inzwischen lieb gewordener Brauch ist seit einigen Jahren auch das Volkslieder Singen – meist zu Weihnachten und im Herbst – und der „bunte Nachmittag“ mit Wiener Liedern, die beide von Sängern und Musikern aus unserer Pfarre gestaltet werden.

Natürlich dürfen auch besinnliche Stunden nicht fehlen. Sowohl Pfarrer Flamm (bis 2009) als auch Dr. Pelc haben uns in der Fasten- und in der Adventzeit oft sehr stimmungsvoll auf das kommende liturgische Fest vorbereitet. Im vergangenen April konnte ich – in einem etwas erweiterten Rahmen (nicht nur mit Senioren) – sogar eine Einführung zur Matthäuspassion von J.S.Bach mit ausgewählten Musikbeispielen geben.

Solche und ähnliche Nachmittage werden dann auch manchal von anderen Gästen besucht, die weder über 70 Jahre sind noch aus unserer Pfarre kommen.

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Weiters habe ich mich bemüht, die evangelische Kirche in Hütteldorf, im Sinne der Ökumene, mit einzubeziehen, z.B. mit gegenseitigen Besuchen bei den Senioren-Nachmittagen (was aber leider bisher nicht auf große Gegenliebe gestoßen ist.)

Außerdem entwickelten sich auch einige Kontakte zu anderen Pfarren und zur Seniorengruppe der SPÖ im Hugo-Breitner-Hof (!).

Einmal hatten wir sogar Prof. Bsteh bei uns, der über die 3 großen Weltreligionen gesprochen hat und damit auch allgemeines Interesse und große Aufmerksamkeit fand.

Es gab aber natürlich nicht nur Erfolge zu verzeichnen:

Ein Anliegen, das ich selbst für sehr sinnvoll und erstrebenswert halte, bislang aber leider nicht konsequent realisieren konnte, ist die „Vernetzung“ verschiedener Gruppen innerhalb unserer Pfarre: Kinder, Jugend, Familie, Caritas, Erwachsenenbildung, u.a. Gruppen sollten mit den Senioren zusammen treffen, sich gegenseitig vorstellen, über generationenübergreifende oder auch spezifisch eigene Fragen ins Gespräch kommen. Es gibt zwar hin und wieder gemeinsame Aktionen, allerdings sind in unserer Pfarre alle Gruppen so ausgelastet, dass solche Aktionen meist schon aus Termingründen scheitern – sogar bei den Kindern!

Was mir auch sehr wichtig erscheint – eben für die „Arbeit“ mit den Senioren in meiner Pfarre -, sind die verschiedenen Veranstaltungen zur Fortbildung in der Altenpastoral der ED:

Teilgenommen habe ich am SYMPOSION Altenpastoral, das im Feber 2008 in Salzburg, im Bildungshaus St. Virgil stattgefunden hat. Es war sehr interessant. Das Thema „Zwischen Jugendwahn und Altersdemenz“ wurde drei Tage lang von verschiedenen Referenten und unter Mitwirkung der Teilnehmer aus ganz Österreich, der Schweiz und Deutschland behandelt, reflektiert, durchleuchtet :

Eine allgemeine Erfahrung, die noch bis vor kurzem gegolten hat, muss heute in Frage gestellt werden, nämlich:

Je älter der Mensch ist, umso eher wird er sterben.

In einem sehr aktuellen Vortrag sprach Dr. Kolland von einer „Selbstbefreiung durch die Beziehung auf das Du, die im Gegensatz zur heutigen Tendenz der Individualisierung („Selbstverwirklichung“) erst zur Gemeinschaft befähigt.

Ebenso bereichernd war ein Fachtag der Altenpastoral im Don-Bosco-Haus in Wien (2008), bei dem u.a. gerade das gemeinsame Bemühen um die Interessen und Bedürfnisse der älteren Generation wieder Mut und Freude geweckt hat,

Auch das „Oma-Seminar“ (für Omas und Opas) in Floridsdorf (im April 2011) hat durch den gegenseitigen Austausch von Erfahrungen und die Anregung der Referentin zu neuen Ansätzen bei der Beschäftigung und Betreuung der Enkel nicht nur eine Bereicherung im christlichen Miteinander in den Familien, sondern sogar steuerliche Absetzbarkeit gebracht.

Ein sehr schönes Erlebnis für mich war auch die Fahrt nach Brüssel zum „mitteleuroäischen Katholikentag“ (im Jahr 2003), wo wir innerhalb einer kleinen Gruppe der Seniorenpastoral aus Wien von Familien der deutschen Pfarre betreut worden sind und neue Denkansätze und Erfahrungen bekommen und ausgetauscht haben. Neben Diskussionen, gemeinsamen Gebetsstunden und Vorträgen ist mir der letzte Festgottesdienst in der Basilika mit den Teilnehmern aus aller Welt, mit Laien aller Altersstufen, aus allen Bildungs- und Gesellschaftsschichten, mit Mönchen, Bischöfen und 14 Kardinälen in Erinnerung geblieben. Außerdem hat sich ein Kontakt unter den Wiener Seniorenvertretern ergeben, der lustigerweise in Wien selbst gar nicht vorhanden war.

Soweit also ein kleiner Einblick in meine ehrenamtliche Tätigkeit mit und für unsere Senioren in der Pfarre OBG.

Natürlich kann ich diese Arbeit nicht alleine machen. Zum Brötchen richten, Kuchen backen, Herrichten und Decken und Schmücken der Tische, zum Vorbereiten aller jeweils benötigten Utensilien und dann wieder zum Wegräumen unserer Spuren haben sich 6-8 jüngere und ältere Pfarrmitglieder gefunden, deren verlässliche Hilfe das alles erst möglich macht und denen ich auch bei dieser Gelegenheit ganz herzlich danken möchte.

Mag. Ingrid Loub

Seite zuletzt aktualisiert am 26.12.2011